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Kleine Scheißhausgeschichten (Markus Walther) |
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Geschrieben von: Lonice
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Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 06:37 Uhr |
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Was wird dem deutschen Manne gerne nachgesagt, wenn er das Stille Örtchen aufsucht? Genau, er liest. Und weil diese Sitzungen meist nicht so lange dauern, hat sich ein Mann gedacht, er müsste mal genau die richtige Lektüre für diese Zeit des Tages schreiben. Und so kommt es, dass wir jetzt den Tod auf der Toilette bewundern können.
Klappentext
Wissen Sie, warum immer wieder Socken in Waschmaschinen verschwinden? Oder haben Sie eine Ahnung, weshalb es die Zahnfee nicht (mehr) gibt? Was hat man mit Godzilla gemacht, nachdem er besiegt wrde? Und ahnen Sie, zu welcher genauen Uhrzeit das Ende der Welt sein wird? Diese Zwischendurchlektpre beantwortet in 68 Kurz- und Kürzestgeschichten aus verschiedensten Genres die wirklich wichtigen Fragen dieser Welt … … und ganz nebenbei auch einige der Unwichtigen.
Dass in einer Kurzgeschichte eine philosophische Weisheit, ein ganzes Lebensgefühl oder völlig neue, hyperreale Welten Platz haben können, beweißt dieser Sammelband von Markus Walther. Wer gerne gewitzt pointierte Anekdoten liest, wird die Scheißhausgeschichten lieben.
Daten
Autor: Markus Walther Titel: Kleine Scheißhausgeschichten Verlag: Abacus Literatur Verlag Seiten: 153 ISBN-10: 3941404644 ISBN-13: 978-3941404649 Preis: 11,90 €
Rezension
Markus Walther hat eine Eigenschaft, die ich wirklich sehr an ihm bewundere: Er kann sich kurz fassen. Und wenn ich kurz sage, dann meine ich kurz. Er schafft es, auf einer Din A 4 Seite ganze Welten zu erschaffen und wieder zu zerstören. Ganze Lebensgeschichten oder nur eine kleine Anekdote, das alles passt auf diese eine Din A 4 Seite.
Die Geschichten in diesem Buch variieren von lustig über nachdenklich bis zu leicht makaber. Zart besaiteten Seelen würde ich zum Beispiel von der Lektüre des Eistänzers abraten. Auch mich haben nicht alle Geschichten gleich begeistert zurück gelassen. Ich muss zugeben, dass es ein paar gab, deren Pointe sich mir nicht so recht erschlossen hat. Bei so vielen verschiedenen Geschichten empfand ich das allerdings nicht als störend. Niemand kann in allen Facetten den gleichen Humor oder die gleichen Ansichten haben.
Ich habe das Buch immer dabei gehabt und es genauso gelesen, wie es der Autor auch empfiehlt. Zwar nicht auf dem stillen Örtchen, aber wenn der Computer hochgefahren ist, wenn ich grad auf mein Teewasser gewartet habe und so weiter. Die Geschichten lesen sich wunderbar in wenigen Minuten und hinterlassen doch einen bleibenden Eindruck.
Ich habe es gern gelesen und freue mich schon darauf, die anderen Veröffentlichungen des Autors zu lesen. Die kleinen Scheißhausgeschichten haben mir immer wieder ein bisschen den Tag versüßt, ich gehe davon aus, dass es die anderen Bücher ebenfalls schaffen.
Ein letztes Wort noch zum Cover: Ich liebe es! Einfach genial!
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 06:48 Uhr |
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Des Teufels Maskerade (Victoria Schlederer) |
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Geschrieben von: Lonice
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Samstag, den 12. Mai 2012 um 17:13 Uhr |
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Alles beginnt mit einem Brief, einem Brief, mit dem der Detektiv in okkulten Angelegenheiten, Dejan Sirco, niemals gerechnet hätte. Dieser Brief ist der Beginn einer Reise durch die Vergangenheit und durch eine Welt, die weit magischer ist, als man auf den ersten Blick glauben mag.
Klappentext
Das Bureau für Okkulte Angelegenheiten ermittelt
Prag 1909. Seltsame Dinge geschehen in der Goldenen Stadt: Der gefürchtete Master Buckingham ist zurückgekehrt, ein Major stirbt einen mysteriösen Tod,und Dejan Sirco, Hauptmann a. D. und derrangierter Detektiv in Okkulten Angelegenheiten, erhält einen äußerst delikaten Auftrag: Er soll den Fluch einer uralten Adelsfamilie brechen. Und im Zuge der Ermittlungen stößt Dejan gemeinsam mit seinen Gefährten auf ein Geheimnis, das das Antlitz der Welt für immer verändern wird.
Daten
Autor: Victoria Schlederer Titel: Des Teufels Maskerade Verlag: Heyne Verlag Seiten: 544 ISBN-10: 3453526554 ISBN-13: 978-3453526554 Preis: 14,00 €
Rezension
Was hat es mit diesem Brief von Graf Trubic nur auf sich, den Baron Sirco erhalten hat. Seit Jahren meiden sich die beiden; nach einigen unglücklichen Vorkommnissen hielten es beide für besser, nicht mehr miteinander zu verkehren. Doch nun bittet Trubic, Sircos alter Lehrmeister, den Baron um Hilfe. Dabei scheint es vollkommen aberwitzig, dass einer der bekanntesten Mitarbeiter des Bureaus für okkulte Angelegenheiten seinen, offen gestanden nicht unbedingt überragenden, alten Lehrling zur Hilfe ruft. Und warum ist der Vampir Buckingham schon wieder in Prag aufgetaucht und was verbindet ihn mit der Familie Trubic. Die Rätsel, die sich vor Dejan Sirco, seinem Zögling Mirko und dem Geist des englischen Edelmannes Lysander, der im Körper eines Otters steckt, auftun, scheinen kein Ende zu nehmen und sich über das gesamte Österreich-ungarische Kaiserreich zu erstrecken.Wer nur will Trubic umbringen? Und vor allem: Warum?
Genau dieses Warum treibt die Geschichte in Victoria Schlederers preisgekröntem Debüt voran. Des Teufels Maskerade ist eine gelungene Mischung aus phantastischem Roman und Kriminalgeschichte, die sich langsam vor dem Leser ausbreitet. Schlederer hat unglaublich greifbare, spannende Charaktere geschaffen, die es einem leicht machen, sie zu mögen und mit ihnen mitzufiebern.
Trotzdem erschließt sich die Geschichte stellenweise nur sehr langsam. Hin und wieder ist Victoria Schlederer zu sehr verliebt in ihre Figuren und ihre Settings. Dann ergeht sie sich in Beschreibungen und kleinen Nebenhandlungen, die für die eigentliche Geschichte zwar nicht unwichtig sind, aber sich dem Leser oft erst sehr viel später als wichtig offenbaren. Das macht es teilweise etwas schwierig, der Handlung wirklich aufmerksam zu folgen.
Des Teufels Maskerade ist, zumindest für mich, ein ungewöhnliches Fantasy-Buch. Im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern dieses Genre spielt es nicht in einer komplett fiktiven Welt oder in der Gegenwart, sondern vor 100 Jahren in Österreich-Ungarn. Genauer gesagt in der heutigen Tschechei in Prag und in Wien. Und genau in diesem Bereich kennt die Autorin sich wirklich aus. Das Buch beinhaltet eine wirklich wundervolle Atmosphäre, von alten Automobilen bis zum berühmten „Wiener Schmäh“ ist alles enthalten, was man (zumindest ich) mit dieser Zeit und diesen Orten verbindet. Im Gegensatz zu anderen Büchern, die in dieser Zeit spielen, gibt es hier auch keine Stilbrüche in Sprache der Protagonisten und dem Ausdruck der Autorin. Victoria Schlederer liebt und lebt diese Zeit in Des Teufels Maskerade genussvoll aus.
Die verworrene Geschichte rund um ein altes Adelsgeschlecht und einen Vampir ist nichts für einen lockerleichten Lesenachmittag. Die Autorin und ihr Stil verlangen, dass man den Text langsam und genussvoll auf sich wirken lässt. Jede einzelne Seite will erobert werden und dafür sollte man sich wirklich ein wenig Zeit nehmen. Die war das Problem bei meinem ersten Lesedurchgang. Ich habe die Geschichte einfach viel zu schnell gelesen und ihr keinerlei Zeit gegeben, zu wirken. Beim zweiten Lesen wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und es hat sich mehr als gelohnt.
Wie in jedem Erstling sind noch Schwächen vorhanden und der Stil einer Victoria Schlederer liegt sicherlich nicht jedem. Aber wer sich darauf einlassen kann und mag, findet hier ein Juwel auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Trotz Mäkeln gibt es von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 06:43 Uhr |
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Die Erfindung der Violet Adams (Lev AC Rosen) [Buchvorstellung] |
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Geschrieben von: Katleah
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Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 20:25 Uhr |
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Violet Adams ist ein Genie ohnegleichen, besonders, was die Mechanik angeht. Sie lebt in einer Zeit, in der es sich für Damen nicht gehört, sich mit etwas zu beschäftigen, dass den Männern vorbehalten ist. Und weil Violet ein absoluter Sturkopf ist, bewirbt sie sich an der Illyria-Akademie der Wissenschaft. Dass dort nur Jungen zugelassen werden, stört sie nicht. Denn ihr Plan beinhaltet, dass sie sich dort als ihren Zwillingsbruder ausgibt, um nach einem Jahr die Bombe platzen zu lassen … Klappentext Als Violet einen Platz am berühmten Eliteinternat Illyria ergattert, scheint ihr größter Traum in Erfüllung zu gehen. Endlich wird die Welt ihre Brillanz anerkennen. Doch unter den ehrgeizigen Schülern setzen nicht alle ihr Genie für das Gute ein: Violet kommt einer Verschwörung auf die Spur, die der englischen Krone und vielleicht der ganzen Welt zum Verhängnis werden könnte … Daten Autor: Lev AC Rosen Titel: Die Erfindung der Violet Adams Genre: Steampunk Verlag: INK Seiten: 554 Altersempfehlung: ab 14 ISBN 10: 3863960319 ISBN 13: 978-3863960315 Preis: 19,99€ Rezension Violet ist ein Genie auf dem Gebiet der Mechanik und fühlt sich benachteiligt, was ihre Lebensweise angeht. Zumal sie ganz versessen darauf ist in Illyria, einem Eliteinternat für Wissenschaften, zu studieren. Als ihr Vater für eine einjährige Konferenz nach Amerika fliegt, sieht sie die Chance ihren Traum zu verwirklichen. Sie gibt sich als ihren Bruder Ashton aus, bewirbt sich an der Akademie – und wird angenommen. Dass der schwierigste Teil ihrer Maskerade noch auf sie wartet, darauf ist sie nicht vorbereitet, und meistert diese trotzdem. Erst als Gefühle ins Spiel kommen, die sie in große Schwierigkeiten bringen können, kommt ihre Verkleidung ins Wanken. Und doch hat sie noch ganz andere Probleme als die bereits bekannten, denn so wie es scheint, lauern in den Kellern von Illyria Gefahren, vor denen man sich besser in Acht nehmen sollte … „Die Erfindung der Violet Adams“ ist ein Buch, das gemischte Gefühle in mir hervorruft. Dadurch, dass es über 500 Seiten hat, ist es nur natürlich, dass die Geschichte Zeit braucht, bis sie in voller Fahrt ist. Trotzdem empfand ich dies als störend, was aber auch daran liegen kann, dass ich die Wochen zuvor im Großen und Ganzen Bücher mit mindestens 200 Seiten weniger gelesen habe. Die Idee dahinter hat mich trotzdem gefesselt und an sich gebunden. Richtig drin war ich dann bei etwas über der Hälfte, und dann kam ich gar nicht mehr los. Die letzten Seiten mussten sogar während des Gehens auf dem Heimweg gelesen werden. Der Plot ist sicher nichts neues – ein benachteiligtes Mädchen, dass sich als seinen Zwillingsbruder ausgibt, in seiner Position das erlebt und schafft, was sie als Mädchen nicht geschafft hat, gemischt mit der ersten Liebe inklusive einer drohenden Gefahr. Nein, das ist definitiv nichts Neues. Neu und gut ist nur das, was der Autor daraus macht, und Lev Rosen ist dies definitiv gelungen. Selten war ich von einem Buch, das im 18.-19. Jahrhundert spielt, so gefesselt wie von diesem. Auch vor Fantasie sprudelt das mit Steampunk-Elementen gespickte Buch nur so über. Nach einer doch etwas langen Einführung, in der die Charaktere und die Pläne Violets vorgestellt wurden, geht es dann auch zur Sache. Violet als Mechanik-Genie baut eine Erfindung nach der anderen, ihre Mitschüler, auf vielen anderen verschiedenen Gebieten bewandert, erfinden und arbeiten genauso hart wie sie. Und natürlich wird der Leser langsam aber stetig in die „große Gefahr“ eingeführt, die in den großen, geheimnisvollen Kellern unter Illyria verhüllt wird. Als es dann zum großen Showdown am Ende des Buches kommt, mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so spannend wie es ist. Für mich war das mein erstes Steampunk-Buch, und ich bin definitiv angefixt. Vorher habe ich mich nicht so daran getraut, und ich bin mir sicher, dass sich dieses Buch noch mit den Elementen zurückhält – und trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Ich kann mir denken, dass jemand, der das Buch anfängt zu lesen, leicht geneigt sein könnte, es erst einmal beiseite zu legen und etwas anderes zu lesen, gerade bei dieser Anzahl an Seiten. Dazu sei gesagt: tut es nicht! Lest weiter, findet euch in die Geschichte ein, ihr werdet nicht enttäuscht!
Vielen Dank an den INK Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 20:45 Uhr |
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Die letzte Wächterin (Carina Bargmann) [Buchvorstellung] |
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Geschrieben von: Katleah
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Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 19:06 Uhr |
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Als ein Siebenschläfer Leas langgehütetes Medaillon entwendet, wird der Schutz aufgehoben, der sie 16 Jahre lang vor ihrer Entdeckung geschützt hat – ohne ihr Wissen. Nun können die Wächter sie orten und nehmen sie auf. Um ihr zu helfen, um ihr ihr Schicksal begreiflich zu machen, die Vergangenheit zu erklären und auch, um sie auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Auch ihre Schwester Mia wird unvorhergesehen in diese Welt mit hinein gezogen und muss erfahren, wozu ihre Schwester bestimmt ist. Doch es gibt Verräter und Lea schwebt plötzlich in großer Gefahr … Klappentext Als Lea das Medaillon verliert, das sie ihr ganzes Leben lang getragen hat, ahnt sie noch nichts von ihrer Bestimmung: Lea ist die neunte und letzte Wächterin. Ihre Aufgabe ist es, über den rastlosten Zeitstrom zu wachen, der die Licht – und Schattenstadt seit Jahrhunderten voneinander trennt. Für Lea gibt es keinen Weg zurück, sie wird ihre Familie und ihr bisheriges Leben langsam vergessen müssen, um die Lichtstadt gegen die Schattenwesen zu verteidigen. Doch in dem magischen Reich ist niemand, wie er scheint, und Lea gerät in große Gefahr. Sie ahnt nicht, dass ihre Schwester Mia ihr in die gefährliche fremde Welt gefolgt ist, um sie zu retten. Daten Autor: Carina Bargmann Titel: Die letzte Wächterin Genre: Fantasy Verlag: Arena Seiten: 389 Altersempfehlung: ab 13 ISBN 10: 3401064479 ISBN 13: 978-3401064475 Preis: 16,99€ Rezension Ich muss zugeben, dass mich das Cover nicht gerade vom Hocker gerissen hat, was an sich ein Grund gewesen wäre, es nicht zu lesen. Aber schon „Sayuri“ habe ich von der Autorin verschlungen und ihr zweites Buch musste dann natürlich auch gelesen werden. Es geht praktisch in einem Affenzahn los. Erklärungen und Wissenswertes für den Leser werden zwischen Flucht und Verstecken erklärt, und geben somit keine Zeit, um an einen Tiefpunkt zu kommen, wo man die Stellen am liebsten überspringen will. Anfangs hat mich gerade dieses rasante Tempo, mit dem der Leser in die Geschichte hineingeworfen wird, ziemlich irritiert und auch vom Lesen abgehalten. Bisher kannte ich es gerade bei Fantasybüchern nicht, dass es gleich von 0 auf 100 losgeht. Diese Flaute habe ich aber überwunden, nachdem ich mich auch auf das Buch eingelassen habe. Und habe es nicht bereut. „Die letzte Wächterin“ ist mal wieder ein richtiges Fantasybuch. Hier gibt es Elfen, die nicht ach so wundertoll und bezaubernd oder verzaubernd sind (das sind sie sicher schon, aber es spielt keine Rolle), Zwerge und Menschen, die auf verschiedenen Ebenen leben. Licht- und Schattenwelt spielen eine Rolle. Dinosaurier, die in der Schattenwelt leben. Es gibt keine verliebt-blutsüchtige Vampire oder Werwölfe, die die Protagonistin in den übersinnlichen Wahnsinn stürzen. Hier geht es um einen Krieg, der in den Köpfen schon lange geführt wurde, angefangen wurde, beendet wurde, und doch nie zum Stillstand gekommen ist. „Die letzte Wächterin“ wird beherrscht von Geheimnissen, Familienbanden und ein Senat, der von Wächtern beschützt wird. Phönixe, die nicht im ursprünglichen Sinn welche sind, und dennoch deren Kerneigenschaft haben. Und es geht um Lea, die die letzte Wächterin ist und nun gefunden wurde. Und ihre Schwester, die einfach in diese Welt hereingerissen wurde, auf der Suche nach Lea und mit der Hoffnung, sie retten und beschützen zu können. Ganz besonders schön finde ich es hier, dass die eine oder andere Liebelei angedeutet wird – aber überhaupt nicht zum Ausbruch kommt. Carina Bargmanns Schreibstil führt dazu, dass man gefesselt ist. Man liest Seite um Seite, merkt nicht, wie schnell man tatsächlich vorankommt, während die Uhr stehen zu bleiben scheint. Es ist an jeder Stelle spannend und interessant. Dinge, die in der Vergangenheit relevant waren, kommen mit Lea als letzte Wächterin wieder hervor und auch ihre eigene Vergangenheit wird aufgedeckt. „Die letzte Wächterin“ ist ein Fantasybuch allererster Klasse, dass ich jedem empfehlen würde, der auch mal wieder klassische Fantasy lesen will, ohne befürchten zu müssen, dass es um mehr geht als um die tatsächlichen Ereignisse. Es ist rasant, fesselnd und beherbergt mehr, als es auf den ersten Blick erscheint. Top!
Vielen Dank an den Arena-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 20:55 Uhr |
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Geschrieben von: Lonice
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Montag, den 30. April 2012 um 11:40 Uhr |
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Die Kaiserstadt ist eine Oase des Friedens und des Glückes. Der einzige Ort in der Wüste, an dem es sicher Wasser gibt. Denn hier entspringt der Fluss Shanu, der von der Kraft des Kaisers gespeist wird. Doch der Frieden ist nur eine Illusion. Denn wie so oft sind einige gleicher als die anderen. Ein Teil der Stadt muss für das erhaltene Wasser teuer bezahlen – und es sind nicht die reichen Viertel, denen es so geht. Die Taller, das arme Volk, sind unzufrieden und begehren auf. Doch nach dem nächsten Frühlingsfest erhalten sie unerwartet Unterstützung, denn der Kaiser hat verfügt, dass alle sechzehnjährigen die Stadt umgehend verlassen müssen – egal, woher sie stammen. Das trifft auch Sayuri und Marje, die gemeinsam mit dem Kaiserneffen Kiyoshi auf eine Reise gehen, die ihr Leben vollkommen verändern soll.
Klappentext
Eine uralte Prophezeiung. Ein dunkles Geheimnis. Und eine Liebe, die alle Schranken überwinden muss.
Das Wasser des Flusses Shanu droht zu versiegen und der Kaiserstadt den Tod zu bringen. Sayuri und Marje sind gezwungen, in die Wüste zu fliehen. Als sie dem Neffen des verhassten Herrschers begegenen, nimmt ihr Leben eine unvorhergesehene Wendung. Denn Kiyoshi ist auf der Suche nach der Auserwählten, in deren alleiniger Macht es liegt, das tödliche Schicksal aller Stadtbewohner abzuwenden.
Daten
Autor: Carina Bargmann Titel: Sayuri Verlag: Arena Genre: Fantasy Seiten: 515 Altersempfehlung: ab 12 Jahren ISBN-10: 3401064460 ISBN-13: 978-3401064468 Preis: 18,95 €
Rezension
Ich bin gerade noch ein wenig überwältigt. Was Carina Bargmann da in knapp über 500 Seiten gepackt hat, ist absolut unglaublich. DIe Geschichte von Sayuri ist die alte Geschichte von Liebe und Verzweiflung, von Hass und Verblendung. Und sie wurde in diesem Buch einfach umwerfend verarbeitet.
Sayuri ist ein merkwürdiges Mädchen, dass in einer Wüstenstadt lebt, deren Lebensader der Fluss Shanu ist. Dieser wird durch die Macht des Kaisers gespeist und versorgt die innere, alte Stadt durchgängig mit dem lebensspendenen Nass. Doch die neue, äußere Stadt, in der die Flüchtlinge des großen Krieges leben, wird nur gegen Bezahlung durch Leitungen und gigantische Zisternen versorgt. Das sorgt für Unmut unter den Bewohnern dieser äußeren Stadt, besonders bei der 16jährigen Marje, die gut mit Sayuri, einem Mädchen aus der inneren Stadt, befreundet ist. Marje und ihre Freunde versuchen immer wieder, den Liganern und ihrem Kaiser etwas Wasser abzugaunern und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Und so bleibt es nicht aus, dass Marje auf Kiyoshi trifft, der als Stadtwache tätig ist und zum Kaiserhaus gehört. Er ist der Neffe des Kaisers und sein Erbe. Doch dann geschieht etwas, dass bei allen Bewohnern der Stadt für große Empörung und Angst sorgt, Miro, der Bruder des Kaisers und Kiyoshis zweiter Onkel, verkündet, dass alle 16jährigen umgehend die Stadt verlassen müssen, weil sie die Kraft der Quelle Shanus schwächen und somit dafür sorgen, dass die Stadt auf Dauer austrocknen wird. Gewaltsam wird dieser Befehl ausgeführt und trifft auch Sayuri und Marje, die versuchen, aus der Stadt zu fliehen. Unerwartet erhalten sie dabei Hilfe von Kiyoshi, der den Einflüsterungen seines Onkels nicht länger gehorcht und dem Geheimnis um den Machtverlust der Quelle alleine auf den Grund gehen will. So kommt es, dass sich die Schicksale dieser drei Jugendlichen fest ineinander verweben und sie es sind, die die Chance haben, all das Unrecht wieder gut zu machen. Doch wie sie das tun müssen, sei hier nicht verraten.
Das Buch hat mich ab der 100. Seite so gefesselt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das ist eine große Geschichte, eine machtvolle Geschichte, die hier in wenige Seiten gepresst wurde und doch all ihre wundersame Kraft entfalten kann. Mich hat in den letzten zwei Jahren kein Buch mehr so berührt wie dieses hier. Carina Bargmann ist wirklich ein neuer Stern am Fantasyhimmel! Das Mädchen kann schreiben, beschreiben, umschreiben und vor allem: einen so in den Bann ziehen, dass man erst Stunden später wieder aufsieht und sich fragt, wo die Zeit geblieben ist. Ein Buch, das jeder einzelne Fantasy-Freund dieser Welt gelesen haben sollte - ein Buch, das einen Menschen sehr verändern kann. Und vor allem ein Buch, dass sich teilweise weit von den üblichen Fantasy Klischees entfernt - was ihm wunderbar gut tut!
Das, was sich bei der Lesung von Carina auf der Buchmesse abgezeichnet hat, hat sich, für mich persönlich, vollkommen erfüllt. Ein Buch, für mich das erste seit langem, das wirklich hält, was es verspricht! Von mir eine absolute Empfehlung!
Diese Rezension wurde am 03.04.2010 erstveröffentlicht.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. April 2012 um 12:27 Uhr |
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Die Känguru Chroniken (Marc-Uwe Kling) |
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Geschrieben von: Lonice
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Mittwoch, den 25. April 2012 um 19:20 Uhr |
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Wie sieht dein Leben eigentlich aus, wenn ein Känguru einzieht? Bleibt alles wie bisher? Oder stellt es alles auf den Kopf? Was hat es mit der Schnapspralinensucht auf sich und warum war das Känguru beim Vietcong? Marc-Uwe Kling präsentiert seinen Erfahrungsbericht.
Klappentext
Ansichten eines vorlauten Beuteltieres
„Kannst du heute mal bezahlen?“, fragt das Känguru nach dem Essen. „Heute?“, frage ich. „Mal?“, frage ich. „Ich muss immer bezahlen, weil du nie Geld mitnimmst.“ „Tja“, sagt das Känguru lächelnd. „So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.“
Mal bissig, mal absurd, dann wieder liebevoll und ironisch erzählt Marc-Uwe Kling vom Alltag und den revolutionären Eskapaden eines ungewöhnlichen Duos.
Daten
Autor: Marc-Uwe Kling Titel: Die Känguru-Chroniken Verlag: Ullstein Seiten: 272 ISBN-10: 3548372570 ISBN-13: 978-3548372570 Preis: 7,95 €
Rezension
Die Känguru-Chroniken sind aus kleinen Radiospots entstanden, die schon länger regelmäßig auf Fritz-Radio zu hören sind. Kabarettist Marc-Uwe Kling erzählt hier von seinem „Leben“ mit dem wohl ungewöhnlichsten Mitbewohner Deutschlands, dem Känguru.
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis aus diesen Radiospots ein Buch wurde. Das liegt nun hier vor und erzählt in sehr kurzen Episoden das, was bereits über die Sender gelaufen ist. Es sind kleine Ausschnitte aus einem ziemlich durchgeknallten Leben, die sich in erster Linie um Politik und Alltagskleinigkeiten drehen – und darum, ob nun Terence Hill oder Bud Spencer besser ist.
Protagonist Marc-Uwe Kling hat seinem nervigen Mitbewohner nicht wirklich etwas entgegen zu setzen. Tatsächlich buttert das Beuteltier ihn ziemlich unter und ist im auch im Intellekt überlegen – zumindest kann es seine Fähigkeiten prima nutzen um von Marc-Uwe zu kriegen, was es will.
Mir persönlich fiel beim Lesen auf, dass ich nur zu Beginn wirklich herzhaft lachen konnte. Je länger ich an dem Buch las, desto teilnahmsloser wurde ich. Ein Lächeln hin und wieder war schon drin, aber mehr eben auch nicht. Zum einen lag das daran, dass die Geschichten tatsächlich immer abstruser wurden, zum anderen einfach daran, dass Marc-Uwe Klings Humor schriftlich für mich nicht funktioniert. Ich kenne die Geschichten vom Känguru aber eben auch vom Hören und das klappt viel besser. Die Texte leben von der Stimme des Autoren, der sich selbst und das Känguru mit viel Esprit spricht. Der Funke, der beim Zuhören überspringt hat mich beim Lesen leider nicht gepackt. Es fehlte einfach das Leben in den Geschichten.
Ein nettes Buch mit kurzen Geschichten für zwischendurch, nicht zu empfehlen für politisch sehr konservative. Wer den Humor mag, wird es sicherlich lieben. Mir reicht der Humor allein leider nicht aus. Gehört wesentlich besser.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 15:57 Uhr |
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Mit dem Kühlschrank durch Irland (Tony Hawks) |
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Geschrieben von: Lonice
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Mittwoch, den 18. April 2012 um 17:16 Uhr |
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Ein Mann, ein Kühlschrank und eine Aufgabe. Einmal rund um Irland – per Anhalter. Warum? Weil Tony Hawks irgendwann mal einen reichlich weinseeligen Abend hatte und eine Wette einging. Und selbst wenn der Kühlschrank mehr kostet als der Wettgewinn, Hawks ist ein Ehrenmann und macht sich auf den Weg, gemeinsam mit seinem neuen Freund, dem Kühlschrank … Klappentext Wandern und surfen tun beide – Sex hat nur einer. Als der junge Engländer Tony Hawks nach einer durchzechten Nacht mit schwerem Schädel erwacht, kann er sich nur noch dunkel an die Ereignisse der letzten Stunden erinnern. Doch dann fällt es ihm schlagartig wieder ein: die verlorene Wette! Er hat sich nämlich verpflichtet, innerhalb von vier Wochen die Küste Irlands entlang zu trampen – in Begleitung eines Kühlschranks. Als Tony startet, ist ihm ein wenig mulmig zu Mute. Doch er hat nicht mit dem Charme seines unternehmungslustigen Reisegefährten gerechnet, der die Herzen der Bevölkerung im Flug erobert... Daten Autor: Tony Hawks Titel: Mit dem Kühlschrank durch Irland Verlag: Goldmann Seiten: 378 ISBN-10: 3442446414 ISBN-13: 978-3442446414 Preis: 8,50 € Rezension Tony Hawks hat keine Wette verloren, als er seine Reise mit dem Kühlschrank antritt, er hat nur eine abgeschlossen. In vier Wochen rund um die Insel trampen. Mit dem Kühlschrank auf einem kleinen zweirädrigen Wägelchen macht er sich von Dublin auf nach Norden. Unterstützt wird er dabei von Beginn an von einer Radio-Show, die beinahe täglich über sein Vorankommen berichtet und die Menschen auffordert, Tony zu helfen. So ganz erfüllt Tony seine Wette also nicht. Denn die Gerry-Ryan-Show sorgt dafür, dass er samt Kühlschrank schon innerhalb weniger Tage in ganz Irland bekannt ist und Leute ihm Übernachtungsmöglichkeiten und Mitfahrgelegenheiten beinahe wie Sauerbier hinterher werfen. Hawks erzählt von seinen Erlebnissen auf seine ganz eigene, selbstironische Art. Ist er nicht gerade mit dem Kühlschrank unterwegs, hält er sich hauptsächlich in Pubs auf und begeht eine Art Druckbetankung. Er wird von den Einheimischen wie ein Star behandelt, doch sein Kühlschrank, der irgendwann unterwegs auf den Namen Saiorse Molloy getauft wird, ist noch weit beliebter als er. Gemeinsam mit Saiorse besucht er den König von Tory, geht surfen und ist Gast bei einer Kühlschrank-Party. Hawks Geschichte über sein großes Abenteuer ist zu Beginn recht amüsant. Freundlich und mit leichter Verwirrung erzählt er vom Charme der Iren und ihrer Hilfsbereitschaft. Doch bereits nach kurzer Zeit versteigt er sich in erster Linie dazu, von seinen Sauftrips zu erzählen, die dafür sorgen, dass er morgens meist arg verkatert sein tägliches Gespräch mit Gerry Ryan antritt. Das ist wenig spannend. Genau wie die Tatsache, dass Hawks das eigentliche Geschehen – das Trampen – leider recht stiefmütterlich behandelt. Die Menschen die ihn mitnehmen und vor allem das Land, durch das er fährt, werden immer schneller abgehandelt, nur um dann direkt wieder zur nächsten Kneipenszene zu kommen. Die ersten Male sind die Kneipen-Exzesse ja noch ganz lustig, aber spätestens nach dem dritten wird es fad. Zu sehr betreibt Hawks Selbstbeweihräucherung und Selbstmitleid. Tatsächlich war mir der Kühlschrank die gesamte Reise über weit sympathischer als sein Begleiter – was vielleicht auch daran lag, dass er nicht so viel zu sagen hatte. Ein nettes Buch über eine witzige und skurrile Idee, aber kein Weltbestseller.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 15:57 Uhr |
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Ich bin der Herr deiner Angst (Stephan M. Rother) |
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Geschrieben von: Katleah
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Mittwoch, den 04. April 2012 um 18:52 Uhr |
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Ein grauenhafter Mord in Hamburgs Rotlichtmilieu – und der Tote ist ein Kollege aus Jörg Albrechts Team, den er selbst zu diesem Einsatz verpflichtet hat. Zufall? Albrecht tappt im Dunkeln, da geschieht ein weiterer Mord …
Klappentext
In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im „Fleurs du Mal“ bot, wird mich bis ans Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.
Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sich mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Albtraum gerade erst begonnen …
Daten
Autor: Stephan M. Rother Titel: Ich bin der Herr deiner Angst Genre: Thriller Verlag: rororo Seiten: 574 Altersempfehlung: ab 14 ISBN 10: 3499258692 ISBN 13: 978-3499258695 Preis: 9,99€
Rezension
Als Jörg Albrecht zu einem neuen Tatort gerufen wird, und dieser ihn in das Hamburger Rotlichtviertel führt, ist auch er geschockt. Denn: das Opfer ist einer seiner eigenen Kollegen, den er zwecks einer Ermittlung selbst in dieses Milieu geschickt hat. Und sei die Art der Hinstreckung seines Kollegen nicht schon grausam genug, so scheint der nächste Mord – an einem weiteren Mitglied aus seinem Team – noch an Grausamkeit zuzunehmen. Erst als eine Verbindung zu einem bereits ad acta gelegten Fall hergestellt wird, bei dem Menschen durch ihre größten Angst zu Tode kamen, scheint Licht ins Dunkle zu kommen … doch durch Licht entsteht auch Schatten, und so tappt Albrecht weiterhin im Dunklen, denn sein Tatverdächtiger sitzt seit über zwanzig Jahren.
Stephan M. Rother wurde 1968 im niedersächsischen Wittingen geboren, ist studierter Historiker und war fünfzehn Jahre lang als Kabarettist unterwegs. Seit einem Jahrzehnt veröffentlicht er erfolgreich Romane, darüber hinaus ist er als Übersetzer tätig. Stephan M. Rother ist verheiratet und lebt in einem verwinkelten Haus voller Bücher und Katzen am Rande der Lüneburger Heide. (Copyright by rororo-Verlag)
In jedem Thriller findet man einen gewissen Leitfaden, in dessen Reihenfolge grob der Ablauf bestimmt wird. Das ist hier natürlich nicht anders. Und doch hat das Buch das gewisse Etwas. Am Anfang war es noch relativ entspannt, man liest sich rein, ist am ersten Tatort, und so weiter. Es passiert ein zweiter Mord – und spätestens hier hat mich der Autor bereits gefesselt. Immerhin passiert hier nicht nur irgendein Mord, sondern an den eigenen Kollegen des leitenden Ermittlers! Ja, auch das findet man in anderen Thrillern häufig. Aber die Art und Weise, wie hier die Morde begangen werden, wie die Leute sterben, ist schon etwas spezieller. Bordell, Strahlenkrankheit, Ersticken, Ertrinken – all das sind die u.a. Todesursachen, die Jörg Albrecht in diesem Albtraum vorgelegt werden, ohne, dass er einen gemeinsamen Nenner finden kann. Denn es wird weiter gemordet und wer wird das nächste Opfer sein? Die Handlung ist wunderbar ineinander verstrickt; besonders schön finde ich es hier, dass man nicht in der ersten Hälfte sofort die Lösung präsentiert bekommt, bzw. eine Ahnung, wer hinter den Morden steckt. Durch die Tatsache, dass die Morde mit einem Fall in Verbindung gebracht werden, dessen Täter noch immer in der Psychiatrie sitzt. So gibt es zwar eine Richtung, in die man ermitteln kann, aber nicht gleich einen Verdächtigen.
Insgesamt ist dieser Thriller absolut gelungen. Mir selber hat er besonders gut gefallen, da ich zu dem Zeitpunkt des Lesens für mich selber mal wieder einen wunderbar gut geschriebenen Thriller lesen wollte – und ihn in „Ich bin der Herr deiner Angst“ auf jeden Fall gefunden habe. Auch die doch vielen Seiten, mit 574 doch relativ ungewöhnlich für einen Thriller, stören absolut nicht. Ich selber bin nur so durchgeflogen und bekam zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es weniger auch getan hätte. Die Zwischenspiele, wie der Autor sie selber auch betitelt hat, sind für den Leser zwar am Anfang, und auch noch sehr weit in die Mitte rein, eher unverständlich, ergeben aber zumindestens im Nachhinein einen Sinn, sodass man sie nicht gerade überfliegen sollte. Erwähnenswert ist hier auch noch das Cover. Die Gestaltung ist durchaus super gelungen und auf jeden Fall ein Blick wert.
Absolut top und nur zu empfehlen!
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 17:51 Uhr |
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Das Graveyard Buch (Neil Gaiman) |
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Geschrieben von: Lonice
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Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 18:53 Uhr |
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In einer finsteren Nacht geschieht das, was der kleine Junge niemals erwartet hätte. Ein merkwürdiger Mann dringt in das Haus seiner Eltern ein und ermordet sie ebenso wie seine Schwester. Allein der kleine Junge kann, rein instinktiv, auf den nahegelegenen Friedhof fliehen, wo ihn die Toten aus alten Zeiten in ihrer Mitte aufnehmen. Klappentext Nobody Owens ist ein eher unauffälliger Junge. Er lebt auf dem Friedhof, liebevoll erzogen und behütet von den Geistern und Untoten, die dort zu Hause sind. Doch der tödliche Feind, vor dem Nobody als kleines Kind einst auf den Friedhof floh, ruht nicht. Er wartet auf den Tag, an dem der Junge sein Zuhause verlassen wird, um zurückzukehren in die Welt der Lebenden. Wer wird Noboby dann beschützen? Daten Autor: Neil Gaiman Titel: Das Graveyard Buch Genre: Fantasy Verlag: Arena Seiten: 310 Altersempfehlung: ab 10 Jahren ISBN-10: 3401502735 ISBN-13: 978-3401502731 Preis: 9,99 € (Taschenbuch) Rezension Neil Gaiman hat eine wundervolle Art, märchenhafte Geschichten zu erzählen. Das Graveyard Buch ist eindeutig ein Kinderbuch und als solches sehr gelungen. Die Geschichte beginnt eher unaufgeregt, obwohl doch ein Mörder durch das Haus schleicht und bereits einige Familienmitglieder ermordet hat. Aber Gaiman lässt keine Panik aufkommen, sondern erzählt nur aus der Sicht eines Kleinkindes, was geschieht. Und wie der kleine Junge, der gerade einmal Laufen kann, erleben wir das Geschehen sehr distanziert. Wir verstehen es, das Kind aber nicht. In seiner unbedarften Art marschiert der Kleine aus dem Haus, nicht wirklich auf der Flucht, denn er spürt keine große Bedrohung. Nur dass etwas anders ist. Aber den Mann der dort im Haus ist, den mag er nicht. Auf kurzen Beinen flieht der Junge, dessen Namen wir nicht kennen, weil er ihn selbst nicht weiß, auf den nahegelegenen Friedhof. Dort ist es ruhig und friedlich und die Geister, die hinter dem Tor leben, machen ihm keine Angst. Die Geister, überrascht darüber, dass ein Lebendiger sie sehen kann, nehmen das Kind schließlich auf und ziehen es groß. Doch die Gefahr für den kleinen Jungen, dem sie den Namen Nobody geben, ist noch nicht vorbei. Gaiman erzählt zunächst kleine Episoden, kaum aufeinander aufbauend, über das Leben von Nobody auf dem Friedhof bei den Geistern. Er erlebt Abenteuer und bekommt Geschichten erzählt und sein Vormund, der friedhofseigene Vampir, hat manchmal seine liebe Not mit dem Kind. Nobody hat eine ungewöhnliche, aber liebevolle Kindheit. Trotzdem reizt ihn natürlich irgendwann die Welt außerhalb des Friedhofs. Hier setzt nun endlich eine zusammenhängende Handlung ein und man erfährt auch, dass Nobody in jeder der kleinen Episoden etwas gelernt hat, dass ihm nun weiterhilft. Mit Hilfe seiner Freunde, ob tot, untot oder lebendig, erlebt Nobody das allergrößte Abenteuer. Der Autor hat hier eine Geschichte geschaffen, die mir persönlich einfach am Herzen liegt. Das Graveyard-Buch ist eine Kindergeschichte. Es geht um unheimliche und gruselige Gestalten und trotzdem bleibt es immer kindgerecht. Ein wunderbares Buch zum Vorlesen, dass von Freundschaft und Familiensinn erzählt und davon, dass man alles erreichen kann, wenn man nur an sich glaubt. Aber auch für Erwachsene hat das Buch denke ich einen gewissen Reiz, die völlige Unschuld des Kindes Nobody ist so eindrücklich beschrieben, dass man sich fast selbst wieder wie ein Kind fühlt. Im Gegensatz zum Sternwanderer, dessen Aufbau und dessen Geschichte mir nicht so gut gefiel, ist das Graveyard-Buch wirklich ein Buch, dass dem großen Ruf eines Neil Gaiman gerecht wird. Von meiner Seite eine absolute Empfehlung.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 16:12 Uhr |
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Alterra - Der Krieg der Kinder (Maxime Chattam) |
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Geschrieben von: Lonice
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Sonntag, den 22. Januar 2012 um 10:42 Uhr |
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Es ist kaum mehr als ein halbes Jahr vergangen seit der Sturm die Welt von Matt und seinen Freunden vollkommen verändert hat. Statt durch New York zu streifen und vorm Computer zu sitzen zog die Gemeinschaft der Drei aus, um die böse Königin Malronce zu besiegen. Aber dieses Abenteuer ging nicht so aus, wie sie es sich erhofft hatten. Was bleibt nun zu tun, außer einen Krieg anzuzetteln, den die Kinder niemals gewinnen können?
Klappentext
Eine mächtige Königin. Eine geheimnisvolle Karte. Der Wettlauf gegen die Zeit beginnt!
Seit ein grauenvoller Orkan die Welt in eine andere verwandelt hat sind Matt, Ambre und Tobias auf der Flucht vor der unbarmherzigen Königen Malronce und ihrer Armee. Die Soldaten haben nur ein Ziel: die geheimnisvolle Karte, die Ambre auf ihrem Körper trägt in ihre Gewalt zu bringen. Wird es der Geheimschaft der Drei gelingen, sie rechtzeitig zu entschlüsseln, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren?
Daten
Autor: Maxime Chattam Titel: Alterra – Der Krieg der Kinder Genre: Fantasy/Sience Fiction Verlag: PAN-Verlag Seiten: 428 ISBN-10: 3426283077 ISBN-13: 978-3426283073 Preis: 16,99 € (Hardcover)
Wir danken dem Pan-Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar.
Rezension
Diese Rezension enthält große Spoiler zu den vorhergehenden Bänden Die Gemeinschaft der Drei und Im Reich der Königin. Auch zum eigentlichen Inhalt können Spoiler enthalten sein.
Tobias ist fort. Der Trovaderon hat ihn verschlungen und Matt und Ambre konnten nichts dagegen tun. Ihnen blieb nichts weiter übrig als die Flucht nach Eden, der Stadt der Pans. Dort beginnen umgehend die Vorbereitungen für den Krieg, der unausweichlich scheint. Denn die Zyniks wollen mit aller Macht an Ambres Haut, denn sie enthält die Karte, die Malronce unbedingt haben will. Allerdings ist diese Tatsache nur der Gemeinschaft der Drei bekannt. Die Zyniks haben daher vor, sämtliche Kinder zu ermorden, bis sie die Karte endlich bekommen haben. Matt und Ambre warnen die Pans in Eden und beraten sie, so gut sie können. Gleichzeitig haben beide ganz eigene Pläne. Während Ambre zurück ins Reich von Malronce will, um das Geheimnis der Karte vor den Zyniks zu ergründen, hat Matt nur ein Ziel: Tobias befreien. Er ist sich sicher, dass sein Freund nicht tot ist, sondern nur von dem merkwürdigen Wesen eingesogen wurde.
Der Krieg der Kinder hält, was die Vorbände versprachen. Binnen weniger Seiten ist die Sogwirkung, die Chattam schon in ersten Band entfalten konnte, wieder da. Leider ist Der Krieg der Kinder genau wie Im Reich der Königin nicht in der Lage mit dem ersten Band mitzuhalten. Die Handlung geht oftmals zu schnell und zu oberflächlich an Dingen vorüber, die wichtig sind. Die ganze Geschichte rast nur so dahin. Sie verliert dabei allerdings nie an Spannung. Noch immer fesselt Alterra sehr und noch immer sind die Charaktere sympathisch. Jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Dämonen, die ihn jagen. Viele hängen mit der Vergangenheit zusammen. Im Gegensatz zu den ersten Bänden wird das aktive Personal in Der Krieg der Kinder noch einmal deutlich erhöht und auch den neuen Fähigkeiten der Kinder, den Alterationen, wird deutlich mehr Raum eingeräumt. Leider werden viele meiner offenen Fragen aus den Vorbänden nicht beantwortet, vieles wird nur im Vorbeigehen mit drei Sätzen abgehandelt. Das finde ich in diesem Falle wirklich sehr schade, da Maxime Chattam mit seinen Büchern etwas geschaffen hat, das sehr besonders ist, einfach weil die Ideen dahinter in dieser Form noch nie zusammengekommen sind. Hier kommt vielleicht auch wieder zum Tragen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt – für die Jugend ist die Auflösung so vielleicht das nonplusultra, mir war sie etwas zu mau. Trotzdem gefällt mir das Buch unheimlich gut, einfach weil es ein guter Abschluss einer wundervollen Grundidee ist. Meinetwegen hätte es nur weitaus ausführlicher sein können.
Etwas ist mir beim Lesen aufgefallen. Die Geschichte erinnerte mich im Aufbau teilweise extrem stark an Märchenmond von Wolfgang Hohlbein. Die Art der Reise zurück ins Reich der Zyniks beinhaltete doch sehr viele Elemente, die mir bekannt vorkamen. Das macht das Buch allerdings nicht schlechter, ich habe mit Märchenmond meine exzessive Fantasy-Leidenschaft begonnen, ohne Märchenmond hätte ich Alterra wohl nie gelesen.
Mein Fazit: Eine Hatz durch eine Welt, die kaum atemberaubender sein könnte. Spannung, die einen nicht mehr loslässt, bis man die erlösenden letzten Worte gelesen hat. Alterra ist einfach wunderbar.
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. April 2012 um 17:46 Uhr |
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